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Aschaffenburg, Germany

Straßenuntergrundbemessung in Aschaffenburg – Geotechnik für den Verkehrswegebau

Die RStO 12 (Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaus von Verkehrsflächen) gibt den Rahmen für die Straßenuntergrundbemessung in Aschaffenburg vor. In der Stadt am Main treffen wir auf eine heterogene Geologie: Terrassenschotter, Auenlehme und tonig-schluffige Verwitterungsböden des Buntsandsteins wechseln kleinräumig. Eine verlässliche Bemessung des Untergrunds setzt daher zwingend eine Schichtenfolge aus Sondierungen und Laborversuchen voraus. Ohne Kenntnis des CBR-Werts und des Frostempfindlichkeitsgrads nach ZTV E-StB 17 bleibt die Dimensionierung des Straßenoberbaus risikobehaftet. Der Standort Aschaffenburg erfordert zudem eine Bewertung der Grundwasserverhältnisse, da hohe Wasserstände in Maintalnähe die Tragfähigkeit nachhaltig beeinflussen.

Illustratives Bild von Straßenuntergrundbemessung in Aschaffenburg
An der Mainaue in Aschaffenburg genügt oft eine 30 cm dicke Frostschutzschicht – wenn der CBR-Wert über 5 % liegt.

Arbeitsumfang in Aschaffenburg

Die Kernaufgabe der Straßenuntergrundbemessung ist die Ermittlung des Verformungsmoduls Ev2 auf dem Planum. In Aschaffenburg setzen wir dafür einen digitalen Plattendruckversuch nach DIN 18134 ein – das Gerät arbeitet mit einer 300-mm-Platte und misst die Setzung unter zyklischer Belastung. Parallel dazu werden CBR-Versuche an wiedereingebauten Proben durchgeführt. Der Laborablauf umfasst vier Schritte:
  • Bestimmung des optimalen Wassergehalts nach Proctorversuch
  • Verdichtung der Probe im CBR-Formzylinder
  • Einstauchversuch mit 1,27 mm/min und Aufzeichnung der Kraft-Weg-Kurve
  • Quellversuch nach 4 Tagen Wasserlagerung
Der CBR-Wert (California Bearing Ratio) wird als Index für die Scherfestigkeit des Bodens unter Straßenbelastung herangezogen. Für die Frostsicherheit ermitteln wir zusätzlich die Korngrößenverteilung und den Kalkgehalt nach ZTV E-StB 17.
Straßenuntergrundbemessung in Aschaffenburg – Geotechnik für den Verkehrswegebau
ParameterTypischer Wert
CBR-Wert (4 Tage Quellung)2 – 15 % (je nach Bodenart)
Verformungsmodul Ev2≥ 45 MN/m² (Planum)
FrostempfindlichkeitsgradF2 bis F3 (ZTV E-StB 17)
Optimaler Wassergehalt (Proctor)8 – 14 % (tonige Sande)
Dickenbedarf Frostschutzschicht30 – 55 cm (je nach Frosteinwirkungszone)
Durchlässigkeitsbeiwert kf≥ 1×10⁻⁵ m/s (Frostschutzmaterial)

Kritische Bodenfaktoren in Aschaffenburg

In Aschaffenburg beobachten wir häufig, dass der Untergrund nach Regenperioden weich wird – besonders in den tonigen Lehmen der Mainniederung. Eine Straßenuntergrundbemessung, die nur auf einer Einzelprobe basiert, unterschätzt dann die tatsächliche Setzung. Der CBR-Quellversuch über 96 Stunden zeigt, ob der Boden unter Wasseraufnahme versagt. Liegt der gequollene CBR unter 3 %, hilft der Einbau einer Kapillarbrechschicht, um den Wasseranstieg im Untergrund zu kontrollieren. Zusätzlich prüfen wir den Ev2/Ev1-Quotienten: Werte über 2,5 deuten auf eine unzureichende Verdichtung des Planums hin.

Diese Leistung ergänzt unsere Laborversuche für eine umfassende Projektanalyse.

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Antwort innerhalb von 24h.

E-Mail: kontakt@geotechnik.vip
Anwendbare Normen: RStO 12 (Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaus), ZTV E-StB 17 (Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen), DIN 18134 (Plattendruckversuch), DIN EN 13286-47 (CBR-Versuch im Labor)

Unsere Leistungen


Wir begleiten die Straßenuntergrundbemessung in Aschaffenburg mit einem modularen Leistungsspektrum – von der Felduntersuchung bis zum Gutachten.

CBR-Versuche (Labor)

Bestimmung des CBR-Werts an wiedereingebauten und gequollenen Proben nach DIN EN 13286-47. Geeignet für Frostschutz- und Tragschichtmaterial.

Plattendruckversuch (Ev1/Ev2)

Digitaler Plattendruckversuch auf dem Planum mit 300-mm-Platte. Ermittlung des Verformungsmoduls und des Verdichtungsgrads.

Korngrößenanalyse & Frostempfindlichkeit

Siebung und Schlämmanalyse zur Klassifizierung der Frostempfindlichkeit nach ZTV E-StB 17. Bewertung des Anteils an Feinkorn und Kalk.

Gutachten zur Straßenoberbau-Dimensionierung

Zusammenführung aller Messdaten in einem normenkonformen Gutachten. Empfehlung der Schichtdicken und Materialanforderungen nach RStO 12.

FAQ

Welche Kosten sind für eine Straßenuntergrundbemessung in Aschaffenburg üblich?

Der Kostenrahmen für eine vollständige Straßenuntergrundbemessung in Aschaffenburg liegt zwischen 950 € und 3.200 € – abhängig von der Anzahl der Prüfstellen, dem Laboraufwand (CBR, Proctor, Plattendruck) und der Tiefe der Sondierungen. Bei größeren Bauvorhaben mit mehreren Planumsabschnitten kann der Preis steigen. Eine verbindliche Kostenschätzung erhalten Sie nach Vorlage der Baugrunddaten.

Wann ist ein CBR-Versuch zwingend erforderlich?

Ein CBR-Versuch wird nach RStO 12 und ZTV E-StB 17 immer dann verlangt, wenn der Boden als Frostschutz- oder Tragschichtmaterial eingebaut werden soll. In Aschaffenburg ist der Versuch besonders bei tonigen Auenlehmen und schluffigen Sanden vorgeschrieben, da diese unter Wasseraufnahme stark an Tragfähigkeit verlieren können. Ohne CBR-Wert ist die Dimensionierung der Frostschutzschicht nicht normenkonform.

Was ist der Unterschied zwischen Ev2 und CBR?

Der Ev2-Wert wird mit dem Plattendruckversuch auf dem fertig verdichteten Planum gemessen und beschreibt das Verformungsverhalten des Bodens unter statischer Last. Der CBR-Wert hingegen wird im Labor an einer wiedereingebauten Probe ermittelt und gibt die Scherfestigkeit unter definierten Einbaubedingungen an. Beide Werte fließen in die Bemessung nach RStO 12 ein: Ev2 für die Verdichtungskontrolle, CBR für die Materialauswahl.

Welche Rolle spielt das Grundwasser in der Mainregion?

In Aschaffenburg liegt der Grundwasserspiegel in Maintalnähe oft nur 1,5 bis 3 Meter unter Gelände. Hohe Wasserstände führen zu einer Reduzierung der Tragfähigkeit und erhöhen die Frostgefahr. Bei der Straßenuntergrundbemessung muss der Bemessungswasserstand gemäß RStO 12 angesetzt werden – notfalls durch eine hydraulische Sanierung mit Dränagen oder Kapillarbrechschichten.

Abdeckung in Aschaffenburg