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Aschaffenburg, Germany

Korngrößenanalyse (Siebung + Hydrometer) in Aschaffenburg

Wer in Aschaffenburg baut, stößt auf zwei völlig unterschiedliche Bodenwelten. Während im Stadtteil Damm die sandigen Kiese des Mains vorherrschen, findet man in der Obernauer Gegend oft schluffige Tone mit wechselnder Plastizität. Eine Korngrößenanalyse ist dann der erste Schritt, um die Bodenmechanik wirklich zu verstehen. Denn ohne präzise Siebung und anschließende Hydrometer-Messung bleibt die Klassifikation nach DIN 18123 eine reine Schätzung – und das Risiko von Setzungen oder Wassereinbrüchen unnötig hoch. Ergänzend dazu empfiehlt sich ein Baugrundgutachten mit Rammsondierung, um die Lagerungsdichte der einzelnen Kornfraktionen direkt im Feld zu überprüfen.

Illustratives Bild von Korngrößenanalyse (Siebung + Hydrometer) in Aschaffenburg
Bei tonreichen Horizonten unterhalb der Mainterrassen liefert erst die Sedimentationsanalyse die für die DIN 18123-Klassifikation nötige Feinstkornverteilung.

Arbeitsumfang in Aschaffenburg

Die geologische Karte von Aschaffenburg zeigt quartäre Terrassenschotter, die oft von einer dünnen Lösslehmdecke überlagert werden. Darunter liegen tertiäre Tone und Sande des Mainzer Beckens. Genau hier liegt die Herausforderung: Die Korngrößenverteilung variiert auf wenigen Metern stark – von Grobkies bis Feinstschluff. Unser Labor führt die Siebung nach DIN EN ISO 17892-4 und die Sedimentationsanalyse mit dem Aräometer nach DIN 18123 durch. Bei bindigen Anteilen unter 0,063 mm wird das Hydrometerverfahren zwingend. Die Proben aus Aschaffenburg zeigen regelmäßig einen Durchgangsanteil von 15–25 % unter 0,002 mm, was auf aktive Tonminerale hinweist. Daher kombinieren wir die Siebung stets mit der Bestimmung der Konsistenzgrenzen nach Atterberg, um die Plastizität korrekt einzuordnen.
Korngrößenanalyse (Siebung + Hydrometer) in Aschaffenburg
ParameterTypischer Wert
Sieblinie (0,063 mm – 63 mm)DIN EN ISO 17892-4:2017-05
Sedimentationsanalyse (Aräometer)DIN 18123:2011-04
Feuchteanteil Korngröße < 0,002 mm15–25 % (typisch Aschaffenburg)
Messbereich Hydrometer0,001 mm – 0,063 mm
Ungleichförmigkeitszahl Cu2–50 (je nach Terrassenschotter)
Probemenge Siebung500 g – 5000 g nach Korngröße

Kritische Bodenfaktoren in Aschaffenburg

Ein konkretes Beispiel: In der Würzburger Straße wurde ein Wohnhaus auf sandigem Kies geplant – die Siebung ergab einen hohen Feinkornanteil von 18 %, der im Bodengutachten zunächst nicht erfasst war. Ohne die Hydrometer-Analyse wäre der Boden als nicht bindig eingestuft worden. Die Folge: Die nach DIN 1054 berechnete Sohlspannung war zu hoch, die Setzungsprognose falsch. Nach der Korngrößenanalyse mit vollständiger Feinstkornbestimmung musste die Gründung auf 1,5 m tiefe Streifenfundamente umgeplant werden. Wer in Aschaffenburg auf den Terrassenschottern baut, darf den Einfluss der schluffigen Zwischenlagen nicht unterschätzen – eine reine Siebung reicht hier oft nicht aus.

Diese Leistung ergänzt unsere Laborversuche für eine umfassende Projektanalyse.

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Anwendbare Normen: DIN EN ISO 17892-4:2017-05 (Siebung), DIN 18123:2011-04 (Sedimentationsanalyse), DIN 18123(2007)e2 (Hydrometer), DIN 1054:2010-12 (Baugrund – Sicherheitsnachweise)

Unsere Leistungen


Wir bieten zwei standardisierte Verfahren für die Korngrößenanalyse in Aschaffenburg an, abgestimmt auf die lokalen Bodenverhältnisse.

Trockensiebung nach DIN EN ISO 17892-4

Für sandige und kiesige Böden aus den Mainterrassen. Die Probe wird getrocknet, gewogen und über einen Siebsatz von 63 mm bis 0,063 mm geschüttelt. Die Rückstände jeder Siebung werden gravimetrisch erfasst und als Sieblinie dargestellt. Geeignet für nichtbindige Böden ohne nennenswerten Feinkornanteil.

Sedimentationsanalyse (Hydrometer) nach DIN 18123

Für bindige Böden mit Korngrößen unter 0,063 mm – typisch für die Lösslehmdecken und tertiären Tone in Aschaffenburg. Die Probe wird mit Natriumhexametaphosphat dispergiert und die Sinkgeschwindigkeit der Partikel im Aräometer gemessen. Ergibt die vollständige Korngrößenverteilung bis 0,001 mm.

FAQ

Warum reicht eine reine Siebung in Aschaffenburg nicht aus?

Weil die quartären Terrassenschotter oft von schluffigen oder tonigen Deckschichten überlagert werden. Diese Feinstkörner < 0,063 mm lassen sich nur mit der Sedimentationsanalyse (Hydrometer) erfassen. Ohne diese Daten ist die Bodenklassifikation nach DIN 18123 unvollständig.

Wie lange dauert eine Korngrößenanalyse mit Hydrometer?

Die Siebung selbst ist in einem Arbeitstag abgeschlossen. Die Sedimentationsanalyse benötigt zusätzlich 24 Stunden für die vollständige Absetzmessung der Feinstfraktion. In der Regel erhalten Sie das Ergebnis innerhalb von drei bis fünf Werktagen nach Probeneingang.

Welche Probenmenge wird für die Analyse in Aschaffenburg benötigt?

Für die Siebung reichen 500 g bei sandigen Böden, bei kiesigen Böden bis 5000 g. Für die Hydrometer-Analyse werden zusätzlich 50–100 g der Feinfraktion (< 0,063 mm) benötigt. Die Proben sollten in luftdichten Beuteln oder Eimern geliefert werden.

Was kostet eine Korngrößenanalyse (Siebung + Hydrometer) in Aschaffenburg?

Der Preis liegt je nach Aufwand und Probenanzahl zwischen 110 und 160 Euro pro Probe. Bei größeren Serien (ab 10 Proben) gewähren wir einen Mengenrabatt. Die Kosten umfassen Trockensiebung, Sedimentationsanalyse und die grafische Darstellung als Sieblinie nach DIN 18123.

Wie unterscheidet sich die Korngrößenanalyse von einer einfachen Siebung?

Die einfache Siebung erfasst nur Korngrößen > 0,063 mm. Die Korngrößenanalyse mit Hydrometer misst zusätzlich die Feinstkornfraktion bis 0,001 mm. Das ist entscheidend, wenn der Boden bindige Anteile enthält – wie in den Lösslehmen und Tonen Aschaffenburgs. Nur so kann die Bodenklasse nach DIN 18123 korrekt bestimmt werden.

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