In Aschaffenburg kommt bei der Bemessung starrer Fahrbahnen ein computergesteuerter Plattenrüttler mit integrierter Wegaufnahme zum Einsatz, mit dem der Verformungsmodul Ev2 auf dem Planum punktgenau ermittelt wird. Die Betondecke muss hier die wechselnden Lasten aus Schwerverkehr aufnehmen, ohne dass es zu Ermüdungsbrüchen oder Setzungsdifferenzen kommt. Da der Untergrund im Stadtgebiet häufig aus sandigen Kiesen der Maas-Terrasse besteht, ist die korrekte Abstimmung zwischen Tragschicht und Frostschutzschicht entscheidend. Ergänzend zur statischen Berechnung führen wir eine Plattendruckversuch durch, um die tatsächliche Steifigkeit der ungebundenen Schichten zu erfassen. Die Bemessung starrer Fahrbahnen in Aschaffenburg folgt den Vorgaben der RStO 12 sowie der ZTV Beton-StB 07, wobei die örtliche Betonrezeptur auf den alkalireaktiven Gesteinskörnungen aus dem Spessart abgestimmt wird.

Die Biegezugfestigkeit des Betons und der CBR-Wert der ungebundenen Schichten bestimmen die erforderliche Plattendicke – keine Verallgemeinerung ersetzt den lokalen Tragfähigkeitsnachweis.
Arbeitsumfang in Aschaffenburg
- CBR-Wert für Frostschutzschicht: ≥ 15 % bei 96 % Proctordichte
- Bettungsmodul kf: 80–120 MN/m³ je nach Plattendicke
- Biegezugfestigkeit Beton: 5,0 MN/m² (B5,0) nach DAfStb
Kritische Bodenfaktoren in Aschaffenburg
Nach den Vorgaben der RStO 12 und der ZTV Beton-StB 07 ist die Bemessung starrer Fahrbahnen in Aschaffenburg besonders anfällig für Frost-Tau-Wechsel, wenn die ungebundene Tragschicht nicht ausreichend entwässert wird. Der im Stadtgebiet häufige Wechsel zwischen durchlässigen Kiesen und bindigen Lagen kann zu ungleichmäßigen Setzungen führen, die sich in Stufenbildung an den Fugen äußern. Ein weiteres Risiko besteht in der Alkali-Kieselsäure-Reaktion (AKR) der Spessartgesteine, die ohne geeignete Betonzusammensetzung zu Rissen und Abplatzungen führt. Deshalb wird vor der Bemessung starrer Fahrbahnen in Aschaffenburg eine petrografische Prüfung der Gesteinskörnung nach DAfStb AKR-Vermeidungsrichtlinie durchgeführt.
Diese Leistung ergänzt unsere Laborversuche für eine umfassende Projektanalyse.
Unsere Leistungen
Unser Leistungsspektrum für die Bemessung starrer Fahrbahnen in Aschaffenburg umfasst alle erforderlichen geotechnischen und materialtechnischen Untersuchungen, die eine dauerhafte Betondecke sicherstellen.
Tragfähigkeitsuntersuchung Planum
Ermittlung des Verformungsmoduls Ev2 mit der Lastplatte (Durchmesser 300 mm) an repräsentativen Stellen des Plattenbereichs. Bewertung nach RStO 12, Tabelle 2, für die Festlegung der Belastungsklasse.
CBR-Versuche an ungebundenen Schichten
Bestimmung des CBR-Wertes nach DIN EN 13286-47 an Proben der Frostschutz- und Tragschicht. Festlegung der erforderlichen Proctordichte (≥ 96 %) zur Einhaltung der Mindesttragfähigkeit.
Betontechnologische Prüfung und AKR-Vermeidung
Petrografische Beurteilung der Gesteinskörnung nach DAfStb AKR-Vermeidungsrichtlinie, Prüfung der Biegezugfestigkeit und des Frost-Tausalz-Widerstands (CDF-Verfahren) für die Betondecke.
FAQ
Welche Mindestplattendicke ist für eine starre Fahrbahn in Aschaffenburg erforderlich?
Die Mindestplattendicke richtet sich nach der Belastungsklasse (Bk100 bis Bk3,2) und liegt zwischen 22 cm für leichte und 28 cm für schwere Verkehrsbelastung. Entscheidend sind der CBR-Wert der ungebundenen Schichten und der Bettungsmodul kf, der in Aschaffenburg durch den sandigen Kiesuntergrund meist 80–120 MN/m³ beträgt.
Wie wird die Fugenausbildung bei starren Fahrbahnen in Aschaffenburg geplant?
Die Fugen werden als Scheinfugen mit Dübelstab ausgebildet, um Lastübertragung ohne Zwängungen zu gewährleisten. Der Fugenabstand beträgt 4,0–5,0 m, abhängig von der Plattendicke und der Betonrezeptur. Bei alkalireaktiven Gesteinskörnungen aus dem Spessart sind zusätzlich AKR-hemmende Maßnahmen wie die Verwendung von Portlandzement mit niedrigem Alkaligehalt erforderlich.
Was kostet eine geotechnische Untersuchung für die Bemessung starrer Fahrbahnen in Aschaffenburg?
Bei größeren Bauvorhaben mit mehreren Plattenfeldern kann der Aufwand höher sein; eine genaue Kalkulation erfolgt nach Vorlage der Baugrunddaten.