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Aschaffenburg, Germany

Ménard-Druckversuch (Druckmesserversuch) in Aschaffenburg – Bodenkennwerte für tiefe Gründungen

Während im Stadtteil Damm die pleistozänen Terrassenschotter des Mains eine hohe Tragfähigkeit bieten, trifft man in der Innenstadt häufig auf weiche Auenlehme und organische Schluffe, die für konventionelle Gründungen problematisch sind. Der Ménard-Druckversuch (Druckmesserversuch) liefert hier präzise Werte des Steifemoduls (EM) und des Grenzdrucks (pL), die für die Bemessung von Bohrpfählen und Flachgründungen in Aschaffenburg unabdingbar sind. Bevor wir jedoch mit dem Druckversuch beginnen, klären wir die Baugrundschichtung mittels Sondierungen (SPT) ab, um die Einbautiefe der Messonde optimal festzulegen. So erhalten Bauherren in Aschaffenburg eine fundierte Entscheidungsbasis für wirtschaftliche Gründungstiefen.

Illustratives Bild von Ménard-Druckversuch (Druckmesserversuch) in Aschaffenburg
Der Ménard-Druckversuch liefert in Aschaffenburg ortsgenaue Steifemoduln, die die Wechselwirkung zwischen Auenlehm und Festgestein abbilden – entscheidend für wirtschaftliche Pfahlbemessung.

Arbeitsumfang in Aschaffenburg

In Aschaffenburg beobachten wir häufig, dass die wechselhaften Mainablagerungen mit eingelagerten Torfbändern den Steifemodul um bis zu 40 % reduzieren – ein Effekt, den der Ménard-Druckversuch zuverlässig quantifiziert. Das Verfahren misst den horizontalen Bettungsmodul in situ unter definierten Belastungszyklen. Typische Parameter in der Region: der Grenzdruck pL liegt bei 0,4–1,2 MPa in Auenlehmen und erreicht 2,5–4,0 MPa in den verwitterten Sandsteinen des Spessarts. Vor der Messung führen wir eine Kalibrierung der Sonde mit Referenzzellen durch, um die Genauigkeit der Druckaufnehmer zu gewährleisten. Die Ergebnisse fließen direkt in die Bemessung nach DIN EN 1997-1 (EC 7) ein.
Ménard-Druckversuch (Druckmesserversuch) in Aschaffenburg – Bodenkennwerte für tiefe Gründungen
ParameterTypischer Wert
Steifemodul EM (Primärbelastung)2–15 MPa (Lockergestein), 50–200 MPa (Festgestein)
Grenzdruck pL0,3–4,5 MPa je nach Schicht
Kriechgrenze pC0,15–2,0 MPa
Bohrlochdurchmesser60–66 mm (Typ GA), 76 mm (Typ G)
Belastungsstufen10 Stufen à 60 s, Entlastung in 5 Stufen
Prüftiefebis 30 m u. GOK (mit Gestängestangen)

Kritische Bodenfaktoren in Aschaffenburg

Die geologische Situation in Aschaffenburg ist geprägt von quartären Mainterrassen über triassischen Sandsteinen (Buntsandstein). In den Auebereichen können druckhafte Schluffe mit hohem Porenwasserüberdruck zu Setzungsrisiken führen – hier liefert der Ménard-Druckversuch eine realistische Abschätzung des Kriechverhaltens. Bei Bauvorhaben am Mainufer, etwa in der Nähe des Schlosses Johannisburg, empfehlen wir ergänzend einen Konsolidierungsversuch im Labor, um die zeitabhängige Setzung unter Dauerlast zu prognostizieren. Ohne diese Daten riskiert man Überdimensionierung oder im schlimmsten Fall Schäden durch ungleichmäßige Setzungen.

Diese Leistung ergänzt unsere Laborversuche für eine umfassende Projektanalyse.

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E-Mail: kontakt@geotechnik.vip
Anwendbare Normen: DIN EN ISO 22476-5:2012 (Ménard-Pressiometer), DIN EN 1997-1:2014 (Eurocode 7 – Geotechnik), Empfehlung des Arbeitskreises „Baugrunduntersuchungen“ (AK 1.1) der DGGT

Unsere Leistungen


Wir bieten den Ménard-Druckversuch in Aschaffenburg als Teil einer umfassenden Baugrunduntersuchung an – von der Planung der Messpunkte bis zur geotechnischen Interpretation.

Vor-Ort-Druckversuch (Typ G / GA)

Durchführung des Ménard-Pressiometerversuchs in 66-mm-Bohrlöchern, Messung von Steifemodul, Grenzdruck und Kriechgrenze in bis zu 30 m Tiefe. Inklusive Datenlogger-Aufzeichnung und Echtzeitkontrolle.

Geotechnische Interpretation und Gutachten

Auswertung der Druckversuche nach DGGT-Empfehlung, Ableitung von Bettungsmoduln für Pfahl- und Flachgründungen, Erstellung eines Baugrundgutachtens mit Setzungsprognose für Aschaffenburger Böden.

Kombination mit Laborversuchen

Ergänzende Laborversuche (Triaxial, Ödometer, Korngrößenanalyse) zur Kalibrierung der in-situ-Ergebnisse. Besonders wichtig bei organischen Schluffen und Torfbändern der Mainaue.

FAQ

Welche Kosten sind für einen Ménard-Druckversuch in Aschaffenburg zu erwarten?

Die Kosten liegen je nach Bohrtiefe, Anzahl der Messpunkte und Zugänglichkeit des Geländes zwischen 900 und 1.250 Euro pro Messstelle. Bei mehreren Messpunkten oder Kombination mit anderen Verfahren gewähren wir gestaffelte Paketpreise.

Wie tief wird der Druckversuch in Aschaffenburg üblicherweise ausgeführt?

In Aschaffenburg führen wir den Ménard-Druckversuch in der Regel bis 15–20 m Tiefe durch – das reicht, um die relevanten Schichten (Auenlehm, Terrassenschotter, anstehender Buntsandstein) zu erfassen. Bei Tiefgründungen auf dem Festgestein kann die Messung bis 30 m u. GOK erforderlich sein.

Wann ist der Ménard-Druckversuch besser geeignet als der Standard-Pressiometerversuch?

Der Ménard-Druckversuch ist speziell für weiche bis mittelfeste Böden optimiert – in Aschaffenburg also ideal für die Auenlehme und organischen Schluffe der Mainaue. Bei sehr steifen Tonen oder dicht gelagerten Kiesen empfehlen wir den Standard-Pressiometerversuch mit höherer Druckkapazität.

Abdeckung in Aschaffenburg