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Aschaffenburg, Germany

Charakterisierung von Residualböden in Aschaffenburg

Ein gelber Bagger hebt am Mainhang in Aschaffenburg eine Schürfgrube aus. Der Zahn des Löffels kratzt über verwitterten Buntsandstein. Wir entnehmen gestörte Proben aus den oberen Lagen, ungestörte Zylinder aus dem anstehenden Lehm. Die Charakterisierung von Residualböden beginnt direkt vor Ort mit der Ansprache nach DIN 4023. Jeder Horizont wird fotografiert, jede Farbe und Konsistenz notiert. Diese Böden sind das Produkt jahrtausendelanger Verwitterung. Sie verändern ihre Eigenschaften auf wenigen Metern. Für eine verlässliche Bewertung ergänzen wir die Profilaufnahme durch geophysikalische Messungen mit Georadar um verborgene Strukturen im Untergrund zu erkennen.

Illustratives Bild von Charakterisierung von Residualböden in Aschaffenburg
Residualböden aus Buntsandsteinverwitterung weisen in Aschaffenburg oft eine hohe Scherfestigkeit, aber plötzliche Sackungen bei Wasserzutritt auf.

Arbeitsumfang in Aschaffenburg

Ein Mehrfamilienhaus an der Würzburger Straße in Aschaffenburg sollte auf einem Residualboden aus Tonstein gegründet werden. Die ersten Handbohrungen zeigten starke laterale Variationen. Genau hier liegt die Herausforderung: Die Charakterisierung von Residualböden erfordert ein dichtes Raster an Aufschlüssen. Wir kombinieren dabei:
  • Feldansprache der Verwitterungsgrade (frisch, angewittert, zersetzt)
  • Entnahme von Stechzylindern für Triaxialversuche im Labor
  • Klassifikation nach Bodengruppe (z.B. GU*, GT*) gemäß DIN 18196
Die Ergebnisse fließen direkt in die Standsicherheitsnachweise. Ohne diese Detailkenntnis riskiert man Setzungsdifferenzen zwischen Bauteilen.
Charakterisierung von Residualböden in Aschaffenburg
ParameterTypischer Wert
Verwitterungsgrad (IAEG)I (frisch) bis VI (Residualboden)
Korngrößenverteilung (DIN 18123)Kies-Sand-Gemisch mit Schluffanteil
Wassergehalt (w) [%]12 – 28
Lagerungsdichte (D) bei grobkörnigen Lagenmitteldicht bis dicht
Konsistenz (IC) bei feinkörnigen Lagensteif bis halbfest
Durchlässigkeitsbeiwert (kf) [m/s]1·10⁻⁵ bis 5·10⁻⁷
Scherfestigkeit (φ'/c')30–38° / 2–15 kN/m²

Live process video

Kritische Bodenfaktoren in Aschaffenburg


Die Geologie um Aschaffenburg wird von Buntsandstein und Lettenkeuper geprägt. Die Charakterisierung von Residualböden deckt hier typische Risiken auf: Bei Starkregen können die tonigen Anteile aufweichen. Die Standsicherheit von Böschungen am Mainufer sinkt dann rapide. Ein weiteres Risiko sind unerkannte Kluftkörper im anstehenden Fels. Sie leiten Wasser in die Gründungssohle. Wir empfehlen daher vor jeder Baufreigabe eine orientierende Rammsondierung zur Dichteprüfung des Verwitterungshorizonts.

Benötigen Sie eine geotechnische Bewertung?

Antwort innerhalb von 24h.

E-Mail: kontakt@geotechnik.vip
Anwendbare Normen: DIN 4020 (Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke), DIN EN 1997-1 (Eurocode 7: Entwurf, Berechnung und Bemessung), DIN 18196 (Erd- und Grundbau: Bodenklassifikation), DIN 4023 (Zeichnerische Darstellung von Bohrprofilen)

Unsere Leistungen

Wir decken die gesamte Bandbreite der Charakterisierung von Residualböden in Aschaffenburg ab – von der Feldaufnahme bis zum Laborbericht.

Felduntersuchungen an Residualböden

Schürfgruben, Kleinrammbohrungen und Kernbohrungen zur direkten Ansprache der Verwitterungszonen. Inklusive fotodokumentierter Schichtenverzeichnisse.

Laboranalytik für verwitterte Böden

Korngrößenverteilung, Zustandsgrenzen, Triaxialversuche an ungestörten Proben. Ermittlung der Scherparameter unter entwässerten Bedingungen.

Geotechnischer Bericht Aschaffenburg

Zusammenführung aller Feld- und Labordaten. Bewertung der Tragfähigkeit und Setzungsprognose für Gründungen auf Residualböden.

FAQ


Was kostet eine Charakterisierung von Residualböden in Aschaffenburg?

Der Kostenrahmen für eine vollständige Charakterisierung von Residualböden in Aschaffenburg liegt zwischen 750 EUR und 3.080 EUR. Der genaue Preis hängt von der Anzahl der Aufschlüsse, der Tiefe und dem Laborumfang ab.

Wie tief muss ich in Aschaffenburg für eine Gründung auf Residualboden bohren?

Das hängt von der Mächtigkeit der Verwitterungszone ab. In Aschaffenburg reicht die Verwitterung des Buntsandsteins oft 3 bis 8 Meter tief. Wir empfehlen mindestens 2 Meter unter die geplante Gründungssohle zu gehen, um den Übergang zum anstehenden Fels zu erfassen.

Welche Norm gilt für die Klassifikation von Residualböden in Deutschland?

Für die Klassifikation ist die DIN 18196 maßgeblich. Residualböden fallen häufig in die Gruppen GU*, GT*, SU* oder ST*. Die Feldansprache erfolgt nach DIN 4023. Die Bemessungswerte werden nach Eurocode 7 (DIN EN 1997-1) abgeleitet.

Warum sind Residualböden in Aschaffenburg besonders tückisch?

Die Verwitterung des Buntsandsteins erzeugt einen stark wechselhaften Boden. Auf einem Meter kann der Bohrkopf von festem Fels auf schluffigen Sand treffen. Zudem neigen die tonigen Zwischenlagen bei Wasserzutritt zum Quellen. Eine genaue Horizontierung ist daher entscheidend.

Abdeckung in Aschaffenburg