In Aschaffenburg stoßen wir bei Bauvorhaben oft auf eine wechselhafte Geologie: Unter einer dünnen Mutterbodenschicht liegen pleistozäne Terrassensedimente des Mains, die mit sandigen Kiesen und stellenweise schluffigen Einschlüssen durchsetzt sind. Bevor wir eine Gründungsebene freigeben, muss die Schichtenfolge Punkt für Punkt erfasst werden – und genau hier setzt die bodenmechanische Untersuchung an. Wir ermitteln Lagerungsdichte, Wassergehalt und Scherfestigkeit, um spätere Setzungen zu prognostizieren. Ergänzend dazu führen wir einen Plattendruckversuch direkt im Aushub durch, wenn die Steifigkeit der Gründungssohle geprüft werden soll. Nur mit diesen Daten lässt sich wirtschaftlich und normgerecht dimensionieren.

Der Main hat in Aschaffenburg Kiesbänke und Auenlehme hinterlassen – jede Baugrube erzählt eine eigene geologische Geschichte.
Arbeitsumfang in Aschaffenburg
Kritische Bodenfaktoren in Aschaffenburg
Die Stadt Aschaffenburg liegt in der Erdbebenzone 0 (DIN 4149:2005) – das Risiko ist gering, aber nicht null. Viel häufiger sind Schäden durch unterschiedliche Setzungen, wenn tragfähige Kiese neben weichen Auenlehmen verbaut werden. Unser Team hat 2023 in der Darmstädter Straße eine Halle begleitet, bei der nur drei Meter neben der Baugrube alte Mainarme mit Torfeinlagerungen lagen. Ohne detaillierte bodenmechanische Untersuchung wäre die Platte ungleichmäßig abgesackt. Wir empfehlen deshalb bei jedem Bauvorhaben mindestens zwei Sondierungen pro Hausgrundriss – das schützt vor bösen Überraschungen.
Unsere Leistungen
Wir bieten in Aschaffenburg zwei ergänzende Leistungen an, die je nach Projektphase sinnvoll sind:
Rammsondierung (DPL/DPM)
Schnelle, kostengünstige Tiefensondierung zur Ermittlung der Lagerungsdichte in nichtbindigen Böden. Ideal für die Vorerkundung vor der Hauptbohrung.
Laborversuche (Triaxial, Ödometer, Scherversuch)
Bestimmung von Scherfestigkeit, Steifemodul und Konsolidierungsparametern im hauseigenen Erdbaulabor. Alle Versuche nach DIN und DGGT-Richtlinien.
FAQ
Wie viele Sondierungen sind für ein Einfamilienhaus in Aschaffenburg üblich?
Wir empfehlen mindestens zwei Sondierungen bis in die tragfähige Schicht (ca. 6–10 m Tiefe). Bei schwierigen Bedingungen – etwa in Hanglage oder in der Mainaue – können drei bis vier Ansätze nötig sein, um die Schichtgrenzen sicher zu erfassen.
Was kostet eine bodenmechanische Untersuchung in Aschaffenburg?
Der Aufwand liegt je nach Bohrtiefe und Laborumfang zwischen 3.160 und 4.220 Euro. Der genaue Preis hängt von der Anzahl der Sondierungen und den erforderlichen Versuchen ab – wir erstellen gern ein detailliertes Angebot für Ihr konkretes Grundstück.
Welche Normen gelten für die Bodenuntersuchung in Deutschland?
Maßgeblich sind DIN EN 1997-1 (Eurocode 7) in Verbindung mit DIN 4020 für die Erkundung sowie DIN 18196 für die Klassifikation. Für spezielle Laborversuche kommen DIN 18121 (Wassergehalt), DIN 18123 (Kornverteilung) und DIN 18137 (Scherfestigkeit) zur Anwendung.