Aschaffenburg wuchs im 19. Jahrhundert entlang der Mainterrassen, wo wechselnde Sande und Tone aus dem Quartär den Untergrund prägen. Für eine dauerhafte Straßenbefestigung reicht es nicht, den Asphalt einfach aufzutragen – die Straßengeotechnik muss die Tragfähigkeit der natürlichen Schichten erfassen. In der Stadt zwischen Spessart und Odenwald stoßen Bauherren häufig auf inhomogene Böden, die ohne gezielte Erkundung zu Rissen oder Setzungen führen. Deshalb kombiniert das Labor hier die Klassifikation nach DIN 18196 mit Plattendruckversuchen und ergänzt die Ergebnisse durch CBR-Versuche für den Frostkoffer. Die Ergebnisse fließen direkt in die Dimensionierung der gebundenen und ungebundenen Schichten ein.

Der Frostkoffer nach RStO 12 in der Frostempfindlichkeitszone II erfordert in Aschaffenburg eine Mindestdicke von 55 cm – gemessen am maßgebenden Bodenprofil.
Arbeitsumfang in Aschaffenburg
Kritische Bodenfaktoren in Aschaffenburg
Das Rüttelgerät auf dem Planum in Aschaffenburg bringt die Tragschicht auf Sollmaß. Fehlt die geotechnische Begleitung, entstehen Hohlräume unter der Asphaltdecke, die bei jeder Schwerlastfahrt nachgeben. In der Mainaue mit ihrem hohen Grundwasserstand kommt es ohne wasserdurchlässigen Frostkoffer zu Frosthebungen. Das Team misst daher den Wassergehalt in situ mit der Mikrowellenmethode und korrigiert die Schichtdicken anhand von Plattendruckversuchen direkt auf der Baustelle. Unterbleibt die Kontrolle, steigt das Risiko für frühzeitige Schäden an der Fahrbahn in den ersten fünf Jahren massiv an.
Unsere Leistungen
Das Leistungsspektrum für die Straßengeotechnik in Aschaffenburg umfasst alle Schritte von der Erkundung bis zur Abnahme:
Schichtenaufbau und Frostkofferbemessung
Ermittlung der maßgebenden Bodenklasse nach DIN 18196, Berechnung der Frostkofferdicke nach RStO 12 und Festlegung des Schichtaufbaus für die Frostempfindlichkeitszone II.
Tragfähigkeitsnachweise auf dem Planum
Dynamische und statische Plattendruckversuche (Ev1/Ev2) sowie CBR-Prüfungen im Labor zur Bestimmung des Verformungsmoduls und der Tragfähigkeit der ungebundenen Schichten.
Verdichtungs- und Feuchtekontrolle
Proctorversuche, Dichtebestimmungen mittels Gammasonden und Mikrowellen-Feuchtemessungen zur Sicherstellung der geforderten Verdichtungsgrade auf der Baustelle.
Erläuterungsvideo
FAQ
Welche Normen sind für die Straßengeotechnik in Aschaffenburg maßgebend?
Es gelten die RStO 12 für den Oberbau, DIN 18196 für die Bodenklassifikation sowie ZTV E-StB 17 für die Erdarbeiten. Für die Frostempfindlichkeitszone II wird eine Mindestdicke von 55 cm im Frostkoffer empfohlen.
Wie läuft eine Untergrundbemessung für eine neue Straße in Aschaffenburg ab?
Zuerst erfolgen Schürfgruben oder Rammkernsondierungen zur Bestimmung des Schichtenprofils. Anschließend werden CBR-Werte und Proctordichten ermittelt. Daraus leitet das Team den erforderlichen Schichtaufbau und die Verdichtungsanforderungen ab.
Was kostet eine geotechnische Untersuchung für den Fahrbahnbau in Aschaffenburg?
Die Kosten liegen je nach Umfang der Erkundung und Laborprüfungen zwischen 700 € und 4.060 €. Bei komplexen Profilen oder zusätzlichen Frostkoffernachweisen kann der Aufwand steigen – eine genaue Kostenaufstellung gibt es nach der ersten Ortsbesichtigung.
Warum ist der Frostkoffer in Aschaffenburg besonders wichtig?
Aschaffenburg liegt in der Frostzone II mit hohen Grundwasserständen in der Mainaue. Ohne ausreichende Frostkofferdicke dringt Frost in den Untergrund ein, was zu Hebungen und Rissen in der Asphaltdecke führt. Die Mindestdicke von 55 cm verhindert das Einfrieren der tragenden Schichten.